Ein zentrales Thema des Problemkreises Feuchtigkeit/Schimmel im Haus ist die Innenkondesation: Warme Luft gibt Wassertröpfchen ab, die sich an kälterem Material niederschlagen. Wo es im Raum am kältesten ist, z.B. in Zimmerecken an der Außenwand, entstehen leicht dauerfeuchte Bereiche und damit eben Schimmelpilze. Darüber hinaus tragen auch die Bewohner ganz natürlich und unvermeidbar zur Kondensatbildung bei: Durch Duschen, Kochen oder Waschen, selbst im Schlaf (ca. ein Liter pro Person und Nacht!) oder durch Zimmerpflanzen (98% Gießwasser verdunstet!).
Das einfachste Mittel gegen Innenfeuchte und Schimmelpilzgefahren ist Lüften - theoretisch. Einer Faustregel zufolge sollte eine Belüftung drei- bis viermal über den Tag verteilt zwischen fünf und 15 Minuten dauern.
Dem akuten Luftbedarf von Wohnräumen stehen in der Praxis jedoch viele Widrigkeiten entgegen:
Berufstätigkeit oder auch hohe Einbruchsgefahr verhindern regelmäßiges
Lüften von vornherein.
Durch Vorhänge vor den Heizkörpern oder Möbel unmittelbar
an der Wand entstehen schlecht belüftete Nischen - ein typischer Schimmelbereich.
Neue Wohnmaterialien haben auch negative Seiten. Die meisten Fußböden,
Gardinen, Tapeten, Anstriche, Möbel etc. enthalten hohe Kunststoffanteile
und puffern daher keine Feuchtigkeit. Was wiederum die Kondensatbildung begünstigt.
Auch neue Fenster bringen nicht nur Vorteile: Wo bei alten Modellen
durch relativ undichte Fugen ein "automatischer" Luftaustausch gewährleistet
war, hält heute alles hermetisch dicht. Das erhöht die Innenkondensation
an den Wänden.
Es sind meist mehrere Ursachen, die zum Schimmelpilzbefall führen - und damit zu gravierenden Schäden. Das betrifft nicht nur die meisten Bau- und Einrichtungsmaterialien, wie Stoff oder Kunststoff. Auch Menschen leben bei erhöhtem Pilzvorkommen mit hohem Risiko: Zu den nachgewiesenen Folgeerscheinungen gehören Allergien, Asthma und chronische Erschöpfungszustände. Außerdem stehen die Schimmelsporen im Verdacht viele andere schwere Erkrankungen noch zu verstärken. Die juristischen Spätfolgen können sich ähnlich belastend auswirken: Mieter, Vermieter, Wohnungsgesellschaften, Handwerker sind zunehmend in lange Streitfälle rund um den Schimmelbefall involviert. Wer der Verursacher ist, wer am Ende das Recht oder nur die Kosten auf seiner Seite hat, stellt sich oft erst nach teuren Verfahren heraus. Ein frühzeitiges und vor allem fachgerechtes Sanieren rechnet sich daher in jedem Falle.
| Die häufigsten Gesundheitsstörungen durch Schimmelpilze und Bakterien | |
| Atemwegserkrankungen | ca. 70% |
| Infektanfälligkeit | ca. 50% |
| Allergien | ca. 40% |
| Müdigkeit, Antriebsstörungen | ca. 40% |
| Kopfschmerzen | ca. 30% |
| Hautaffektionen | ca. 20% |
| Augenreizungen | ca. 20% |
| Konzentrationsstörungen | ca. 20% |
| Schmerzen (Muskeln, Gelenke) | ca. 10% |
Ihr Energie-Fachmann für Einfamilienhäuser + Wohngebäude bis 1000 m² = Klaus-Dieter Wittek ::